Im Oktober 1961 wurde Anthony "Tony" Morris in Kidderminster Great Britain geboren, Sohn von Roy & Sue Morris Inhaber der Firma und Rennsportteams Morspeed Conversions Ltd. in Birmingham, Grossbritanien.

Während der 60er und 70er Jahre hatte Tony´s Vater mehrere Rennwagen gebaut, wie sein Vauxhall HB Viva "Stampeder" welches er bei Rundstreckenrennen sowohl als auch Dragsterrennen fuhr.

Roland war ein ausgebildeter Autombobil Ingenieur und arbeitete in mehreren bekannten Automobilwerkstätten in den West Midlands England. Roy begriff recht schnell, das ein eher wissenschaftlicher Ansatz an das Tuning von Rennwagen benötigt wurde.

Stampeder IIn 1964 hatte Roy das erste Tuning Unternehmen das über einen Rollen-Leistungsprüfstand verfügte - das er in Birmingham England eröffnet  und das motto war "Testen – nicht schätzen".

Zu dieser Zeit haben nur Automobilhersteller  elektronische Rollen-Leistungsprüfstände zur Diagnostik eingesetzt. Wenn man ein Fahrzeug zum Wettbewerb tunen wollte, musste man etwas kompliziert an die Sache rangehen und eine Auswahl an Zündkerzen, Düsen, Nockenwellen etc. einpacken, mit zur Rennstrecke nehmen und für etwa 4 Tage mittels einer Stopuhr rum experimentieren.

Die eher beständigere, sicherere und Kosten effektivere Ansatz von Roy´s Firma "Morspeed", wurde sofort ein Erfolg und Roy wurde dadurch involviert mit vielen erfolgreichen Rennwagen die aus ganz England kamen.

Da Morspeed´s Methoden nicht nur auf eine Motorsport Art begrenzt waren, war es ihnen möglich an fast allen Rennsportarten teilzunehmen, von ¼ Meilen Hot Rods bis hin zu Langstrecken-Rundrennen. Allerdings haben finanzielle und zeitliche Einschränkungen darin resultiert, das sie ihre Teilnahme limitieren mussten auf Serien Rennsportarten und Dragsterrennen.

Das Serien Rennsport der 60er Jahre wurde nicht von RAC Regeln begrenzt und das ermöglichte, die Modifizierung eines Rennwagens in einem ziehmlich erheblichem Maße.

Roy besorgte sich ein Leichtbau Fahrzeug namens "Turner" das ziehmlich furchteregend war, da es die Angewohnheit hatte 360 Grad Drehungen zu machen, wenn man es am wenigsten erwartete. Die Motorleistung war bei weitem mehr als das Fahrgestell fähig war umzusetzen, was allerdings spass brachte beim fahren.

Nach einer Serie von Test-Fahrzeugen, wie z.B. ein Daimler SP250, das Probleme hatte auf der Strecke zu bleiben, besonders als das Lenkgestänge einen Riß bei 112 mph bekam oder wie z.B. ein Marcos (mit Fahrgestell aus Holz) das anscheinend nicht einverstanden war mit dem Einbau eines Alfa Romeo 1750 Motors und Getriebe, da die Türen und Fenster rausfielen wenn man in einer harten Kurve rein fuhr. Mit diversen anderen Fahrzeugen wurden Rennen gefahren, bis Roy endlich entschied etwas besonderes zu bauen.

Ein oder zwei V8 motorige Limousinen erschienen auf der Bildfläche und dies schien die Richtung des zukünfitgen Motorsports anzugeben. Roy hat besonders die Form des damals neu herausgebrachten Vauxhall Viva HB gemocht. Zu dieser Zeit hat Vauxhall sehr wenig Beteiligung im Motorsport gezeigt aber es gab eine Anzahl von Gründen, die es Sinnvoll machten den Viva HB zu nutzen.

Stampeder wurde ins Leben gerufen, als Project das ähnlich der "Funny Cars" der späteren Jahre wurde. Ein speziell gebauter Fahrgestell mit einem Jaguar E`Type LS Hinterbau, SP250 Vorderbau (umgebaut zur Zahnstangenlenkung) und einem Rollkäfig das entworfen wurde um dem Fahrgestell Stärke und Stabilität zu verleihen, damit es dem Drehmoment des V8 Motors standhalten konnte.

Anfangs wurde Ford Small Block Motor mit 4-Gang Getriebe eingebaut und zum Abschluss wurde die Stahlkarosse ausgebrannt und über das zusammen montierte Fahrgestell eingepasst ala Funny Car Stil.

Das Auto wurde als Werbefahrzeug für das Unternehmen vorgesehen, nahm aber auch Teil an verschiedenen Events. Da es eine Kompromisslösung war konnte man natürlich auch nicht erwarten das es alles Gewinnen würde.

Das Auto durchlief verschiedene Stufen der Entwicklung; der Motor wurde bald mit einem Pontiac 421ci V8 ausgetauscht das tri-power Vergaser hatte und angeblich 420bhp das es bereits vom Werk aus hatte.

Bedauerlicherweise endeckten sie nach einigen Läufen, das sie ein ernsthaft gerissenen hinteren Hauptgehäuse hatten und damit den Motor buchstäblich zu Schrott gefahren haben.

Der nächste Motor kam aus einem Facel Vega HK500. Angeblich hat der Chrysler Corporation diese Serie aus kurzhubigen 361cc V8 Motoren ausschliesslich für die Facel Company hergestellt. Die Motoren konnten leicht mit einem 4 Zylinder Carter und mit einer Nockenwelle hochgeputscht werden bis zu 400bhp - und sie drehten wie verrückt! Roy verwendete ausserdem noch ein Dupont 4-Gang Schaltgetriebe, das auch aus dem Facel Vega stammt und über eine ziemlich enge Übersetzung verfügte.

Roy erlangte eigentlich mehr Zufriedenheit darin, anderen Leuten beim aufbau eines Autos zu helfen, als selber zu fahren und verbrachte oft mehr Zeit damit anderen zu unterstützen Erfolgreich zu werden als selbst aktiv zu fahren.

Tony´s Mutter Sue ist sogar einmal mit dem Vauxhall HB Viva "Stampeder" in Santa Pod gefahren – ganze 17 sek. Aber Sue´s eigentliche Liebe galt dem Rallye fahren.

Sue gewann eine Auszeichnung für "Beste Gemischte Crew" (Mann/Frau) nachdem sie an dem Halewood Rallye teilnahm – und sie liebte diese Auszeichnung, denn es war ein verchromter verbogener Ventil. Sue gewann ausserdem noch die alljährliche Auszeichnung der Damen, als Mitglied der Halesowen Motor Club in den West Midlands England.
Zusammen haben Roy und Sue grosse Freude in ihren Fahrzeugen an den diversen Rennstrecken gehabt und sie hatten Tony immer dabei. Wegen ihrer passionierter und aktiven Teilnahme im Motorsport, hat Tony als Kleinkind bereits diverse britische Rennstrecken besucht, unteranderem auch die berühmten Rennstrecken Silverstone und Brands Hatch und das während Roy und Sue sich mit Bergrennen, Sprinten, Rallye, Rundstrecken und schliesslich Dragsterrennen auf dem Santa Pod Raceway beschäftigten.
Im Alter von fünf Jahren hat Tony sein erstes Dragsterrennen auf dem Santa Pod Raceway gesehen. Roy ist dort in den 60ern in seinem Ford Lotus Cortina und anderen Rennwagen gefahren.

Im Sommer von 1976 hatte Tony wiedermal die Gelegenheit, ein Rennen auf dem Santa Pod Raceway zu sehen. Mit seinem Onkel Steve der damals im Team vom Liz und Ollie Altered mit half ist er zum Rennen gefahren.

http://www.theaccelerationarchive.co.uk/alan_currans/big_bad_altereds2/2-CA-045_Liz_&_Ollie.jpg
http://www.theaccelerationarchive.co.uk/alan_currans/big_bad_altereds2/2-CA-026_Liz_&_Ollie.jpg

Tony ist bereits in sehr jungen Jahren zu einem grossen Drag Racing Fan geworden, er sammelte Bilder und Reportagen aus Magazine die über Fahrer wie Alan "Bootsie" Herridge, Nobby Hill, Dennis Priddle, Roz Prior, Don Garlits und Shirley Muldowney schrieben.